Optimieren Sie Ihre Energiestrategie – ohne große Investitionen

Die Spezialisten von Priva helfen Landwirten dabei, den maximalen Ertrag aus ihren Systemen herauszuholen

Gartenbau | Energiewende

30 Oktober 2025

Einleitung

Bei den aktuellen Energiepreisen ist es nicht leicht, rentabel zu produzieren. Laut den Energie- und Anbauspezialisten von Priva gibt es jedoch in den meisten Betrieben noch Einsparpotenzial. 
„Auch ohne große Investitionen oder Kompromisse beim Anbau lässt sich der Energiebedarf senken oder teure Spitzenstunden vermeiden“, erklärt Hein Japserse. „Dabei können wir unsere Kunden gezielt unterstützen und entlasten.“  
 
„Die größte Herausforderung besteht derzeit darin, die Energiekosten ohne kostspielige Investitionen zu reduzieren“, beginnt Japserse. Dennoch sehen wir, dass viele Unternehmen mit ihrer bestehenden Mess- und Regeltechnik einen deutlichen Effizienzgewinn erzielen können – oft braucht es dafür nur etwas Fachwissen und Kreativität.“ 

Die Priva-Consultants sind darauf spezialisiert. Sie haben bereits Dutzende Kunden besucht, um Energieverbrauch und Anbaustrategie zu analysieren, Regelungen zu optimieren und – insbesondere beim Stromeinkauf für Beleuchtung – günstige Einkaufszeitpunkte optimal zu nutzen.  

Optimieren Sie Ihre Energiestrategie im Gewächshaus

Wie optimieren Sie Ihre Energiestrategie im Gewächshaus?

Schritt 1: Ordnung schaffen 

Die Energie- und Anbauspezialisten von Priva arbeiten nach einem bewährten Drei-Stufen-Plan. 
Der erste Schritt ist, „das Haus in Ordnung zu bringen“ – eine umfassende Überprüfung aller im Betrieb vorhandenen Hard- und Softwarekomponenten. 
Sind alle Geräte und Anlagen gut gewartet? Stimmen die Daten und Einstellungen, auf denen die Regelungen basieren? Ist die Software aktuell und sind alle Systeme ausreichend gesichert? 

Japserse erläutert: 
„Während dieser umfassenden Prüfung betrachten wir auch die hinterlegten Einstellungen auf Händlerebene, etwa betriebs- und anlagenspezifische Informationen. Diese sind für den Kunden oft nicht sichtbar, wir können sie jedoch einsehen. Dabei stoßen wir manchmal auf fehlerhafte oder veraltete Angaben, die eine optimale Klimaregelung oder das Energiemanagement leicht beeinträchtigen. 
Wenn alles korrekt definiert und eingestellt ist, sehen wir häufig ein stabileres Klima mit weniger Schwankungen. Und eine stabile Regelung ist energetisch immer effizienter als eine instabile.“ 

Schritt 2: Klima- und Anbaustrategie bewerten 

Der zweite Schritt umfasst die Überprüfung der Anbau- und Klimastrategie. 
„Wie bauen Sie derzeit an und warum? Welche Produktionsziele verfolgen Sie, welches Gewächshausklima passt dazu und wie erreichen Sie es? Was sagen die verschiedenen Diagramme?“, fasst Jasperse zusammen. 

„Es kann sehr aufschlussreich sein, gemeinsam die Klima- und Anbaudaten sowie den Gas-, Strom- und CO₂-Verbrauch zu analysieren. Wichtig ist, dass der Kunde die energetischen und finanziellen Konsequenzen seiner Strategie versteht. Sobald diese Zusammenhänge klar sind, wird es deutlich einfacher, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, zu berechnen und umzusetzen.“ 
 
Die Experten sehen zahlreiche Möglichkeiten: etwas kühler zu kultivieren, die Beleuchtungsintensität zu reduzieren, die minimale Rohrtemperatur zu senken und effizienter zu bewässern (indem Verdunstung und Feuchtigkeitsabgabe reduziert werden, während Wärme und CO₂ erhalten bleiben). 

Darüber hinaus verdient der strategische Einsatz von Energieschirmen besondere Aufmerksamkeit. Sie sind ein wichtiges Instrument zur Energieeinsparung im Gewächshaus, da sie Wärmeverluste begrenzen und die Effizienz der Klimaregelung verbessern. 

Schritt 3: Strategie optimieren 

Wenn strategische Anpassungen und Optimierungsvorschläge mit dem Unternehmer oder Kulturleiter besprochen werden, beziehen die Priva-Consultants nach Möglichkeit auch den externen Anbauberater mit ein. 

„Dieser spielt als Sparringspartner des Anbaumanagements eine entscheidende Rolle“, erklärt Jasperse. 

„Wenn wir Verbesserungsvorschläge machen, die der Kunde gut findet, der Berater aber kurz darauf eine andere Meinung äußert, wird es schwierig. Ein gemeinsames Verständnis über die Strategie, die Werkzeuge und die erforderlichen Sollwerte ist entscheidend, um Maßnahmen konsequent umzusetzen. Alles hängt miteinander zusammen – Abweichungen an einzelnen Punkten können große Auswirkungen haben.“ 

Messbox über dem Schirm 

Grundsätzlich prüfen die Spezialisten zuerst, was ohne zusätzliche Investitionen möglich ist. 
Wenn Jasperse jedoch bemerkt, dass über dem Schirm keine Messbox installiert ist, gehört das zu seinen ersten Empfehlungen. 

„Diese kostet wenig und sollte eigentlich in keiner Anlage fehlen“, sagt er. „Damit sieht man den tatsächlichen Effekt der Morgensonne auf die Temperatur im Gewächshaus. Ein außen montierter Solarimeter führt oft dazu, dass der Schirm zu früh geöffnet wird – was vor allem an kalten, klaren Morgenstunden viel Wärme kostet.“ 

Er ergänzt: 
„Wenn neue technische Optionen oder Regelungen hinzukommen – etwa Luftmischsysteme, die trockenere Luft von oberhalb des Schirms in das Gewächshaus leiten – begleiten wir den Kunden noch eine Zeit lang. Diese Betreuung hilft, die Technik korrekt zu nutzen und optimal mit anderen Tools zu verknüpfen. Solche Erweiterungen erfordern oft spezielle Regelstrategien über das gesamte Klimamanagement hinweg. Besonders deutlich wird das beim Wechsel von SON-T- oder Hybridbeleuchtung zu reiner LED-Beleuchtung, die das Gewächshausklima erheblich verändert.“ 

Mit dem Wissen und der Erfahrung, die Priva im Laufe der Jahre bei zahlreichen Kunden und Kulturen gesammelt hat, können wir Betriebe gezielt dabei unterstützen, effiziente, stabile und fundierte Strategien zu entwickeln, die höhere Erträge bringen. 
„Das ist nicht nur finanziell interessant“, fasst Jasperse zusammen, „sondern gibt auch Sicherheit und Ruhe – und das ist vielleicht noch wertvoller.“ 

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Peter Könemann

Manager Sales Horticulture Europe

Peter Könemann