Von Erkenntnissen zu konkreten Maßnahmen
Das Verständnis von Wasserströmen ist ein wichtiger erster Schritt. Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn diese Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen innerhalb des Anbauprozesses umgesetzt werden.
Dabei steht eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wann und wie viel Wasser benötigt die Kultur tatsächlich? Durch die Abstimmung von Bewässerungs- und Düngestrategien auf aktuelle Daten und den tatsächlichen Pflanzenbedarf können Erzeuger die Wasserzufuhr, Nährstoffaufnahme und Drainage präziser steuern. Dadurch lassen sich Wasser und Nährstoffe effizienter nutzen und unnötige Verluste reduzieren.
Automatisierung und Wasseraufbereitung unterstützen dabei eine stabile und konsistente Durchführung von Bewässerung, Dosierung, Rezirkulation und Wasseraufbereitung. Gleichzeitig helfen Dashboards, Alarme und Trendanalysen dabei, Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Das schafft mehr Kontrolle über den Wasserverbrauch, einen stabileren Anbauprozess und eine bessere Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Wie kann Priva beim Wassermanagement unterstützen?
Priva betrachtet die WRRL nicht als isolierte Herausforderung, sondern als Teil einer breiteren Entwicklung hin zu datengestütztem und nachhaltigem Wassermanagement. Da sich Vorschriften je nach Land, Region und Betriebssituation unterscheiden, liegt unser Fokus auf der Unterstützung eines messbaren, steuerbaren und nachvollziehbaren Wassermanagements.
1. Messen
Priva unterstützt Erzeuger dabei, kontinuierlich Einblick in Bewässerung, Drainage, Substratbedingungen und weitere relevante Parameter zu erhalten. Lösungen wie Priva Precision Irrigation Management (PIM) erfassen Daten zu Bewässerung, Drainage, EC, pH-Wert und Substratbedingungen.
2. Entscheiden
Verlässliche Daten bilden die Grundlage für Bewässerungs- und Düngestrategien. Priva-Systeme wie Connext und Compact CC unterstützen die Steuerung und Überwachung von Prozessen. Priva One vereint Klima, Bewässerung, Kulturentwicklung und Prozesse in einer integrierten Umgebung, damit Erzeuger ihre Entscheidungen besser auf die Bedürfnisse der Kultur abstimmen können.

3. Umsetzen
Automatisierung sorgt für eine stabile Durchführung von Bewässerung, Dosierung, Rezirkulation und Wasseraufbereitung. Mit der Priva Nutri-Line, können Wasser und Düngemittel präzise dosiert werden, sodass Bewässerungsstrategien effizient und kontrolliert umgesetzt werden. Für Wasseraufbereitung und die sichere Wiederverwendung von Wasser bietet die Priva Vialux-Line eine Lösung auf Basis von UV-C-Desinfektion, die unter anderem für Zulaufwasser, Drainwasser und Einleitungswasser eingesetzt werden kann.
4. Erkennen
Dashboards, Alarme und Trendanalysen helfen dabei, Abweichungen, Verluste und potenzielle Risiken schneller sichtbar zu machen. Diese Dashboards können vollständig an die jeweilige Betriebssituation angepasst werden, sodass Erzeuger genau die Informationen überwachen können, die für ihr Wassermanagement relevant sind.
5. Nachweisen
Historische Daten, Protokolle und Prozessinformationen können dabei helfen aufzuzeigen, wie Wasserprozesse gesteuert werden und welche Entwicklungen sich im Laufe der Zeit abzeichnen.
Nicht nur erfüllen, sondern vorausdenken
Die konkreten Anforderungen mögen sich je nach Land und Situation unterscheiden, doch die Richtung ist eindeutig: Wasser muss immer bewusster und sorgfältiger gemanagt werden.
Deshalb kann es sinnvoll sein, nicht erst dann zu handeln, wenn lokale Vorschriften dies unmittelbar verlangen. Den eigenen Wasserkreislauf zu verstehen, Verluste zu minimieren und Wassermanagement nachweisen zu können, sind Entwicklungen, die in jedem europäischen Markt relevant sind.
Gutes Wassermanagement beginnt nicht mit der Frage: „Muss ich das bereits erfüllen?“ Es beginnt mit der Frage: „Weiß ich, was mit meinem Wasser passiert?“
Durch die Kombination von Technologie, Daten und Fachwissen unterstützt Priva Gartenbaubetriebe dabei, mehr Kontrolle über ihren Wasserkreislauf zu gewinnen – von Bewässerung und Drainage bis hin zu Rezirkulation, Aufbereitung und Analyse. So wird es einfacher, Wasser effizienter einzusetzen, Emissionsrisiken zu reduzieren und auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet zu sein.