Blog Gartenbau

Intelligenter Belichten und Strom sparen mit modulierender LED-Steuerung

Gewächshausautomation
Priva Connext
Priva Connected
12 Dezember 2022
Ab Dezember bietet Priva Connext neue Möglichkeiten, den Einsatz von LED-Licht zu optimieren. Die Steuerung des Lichts und der Schattierung wird um eine Software zur stufenlosen modulierenden Regelung dimmbarer LED-Systeme erweitert. „Die modulierende Steuerung bietet mehr Flexibilität bei der Belichtung“, erläutert Kundenberater Kevin de Kok. „Die Einbindung in die Energieverwaltung ermöglicht zusätzliche Einsparungen, während die Pflanze dennoch ausreichend Licht erhält.“

Marken-Content (Brandend Content): Hortipoint Media Productions in Zusammenarbeit mit Priva

Die für Dezember 2022 geplante Einführung der modulierenden Steuerung kommt keinen Tag zu früh. Zahlreiche Erzeugerbetriebe haben mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, die sie nicht selten dazu zwingen, ihre Belichtungsanlagen gar nicht oder nur in eingeschränktem Umfang zu nutzen. Wie lange diese angespannte Situation anhalten wird, ist zurzeit nicht absehbar. Aber es ist klar, dass jede Möglichkeit, Energie zu sparen und die Systeme effizienter einzusetzen, genutzt wird. Der großangelegte Ersatz von HPS-Lampen durch LEDs veranschaulicht diese Entwicklung.

„LED-Systeme verbrauchen eindeutig weniger Strom pro abgegebenem Mikromol PAR-Licht (Photosynthetisch aktiver Strahlung), aber letztendlich hängt der Nutzen auch davon ab, wie man sie einsetzt“, betont Priva-Kundenberater Kevin de Kok. „Für einen optimalen Einsatz der Belichtungsanlage, bietet die modulierende Steuerung die größte Flexibilität. Vorausgesetzt es handelt sich um ein dimmbares LED-System.“

Modulieren und Dimmen

Die Möglichkeit des Modulierens beinhaltet, dass verschiedene Lichtquellen (Solar und LED) aufeinander abgestimmt werden, um den Lichtbedarf zu decken. Mit einer separaten Software kann die LED-Belichtung bereits gedimmt werden. In Connext 914 können die Lampen auch auf das Licht abgestimmt werden, das die Pflanzen bereits von der Sonne erhalten. Die Software verwendet dazu die Daten des PAR-Sensors oder des Solarimeters. Durch das Dimmen der LED-Lampen wird die verfügbare Lichtmenge gleichmäßig im Gewächshaus verteilt. Dies ist ein großer Vorteil im Vergleich zum Abschalten einzelner HPS-Lampen.

„Eine so breite Funktionalität ist wirklich einzigartig“, fügt der technische Berater Marcel Beekenkamp hinzu. „Aber wir haben es nicht dabei belassen. Die modulierende Steuerung ist vollständig in die Connext 914-Steuerung des Lichts und der Schattierung integriert. Mit dieser Erweiterung können die LED-Leuchten mit festem Spektrum und Fernrotlicht fast aller gängigen Hersteller gesteuert werden. Durch die Einbettung in Connext können wir dies auch relativ einfach mit dem Elektrizitätsmanagement auf Betriebsebene koppeln. Dies eröffnet wiederum neue Perspektiven für eine Kostenreduzierung und die optimale Nutzung der vorhandenen Einrichtungen.“

Kevin En Marcel Modulerend LED

Berücksichtigung von Wetterprognosen

Die modulierende Steuerung bietet an sich schon Möglichkeiten, die Balance zwischen Kosten und Erträgen zu verbessern, stellt De Kok fest. „So ist es zum Beispiel an sonnigen Tagen während eines Großteils des Jahres am besten, die Lampen eine Stufe herunterzudrehen. Bei der modulierenden Steuerung kann der Nutzer Sollwerte für die Beleuchtungsdauer, das PAR-Lichtniveau, die Lichtsumme und die Geschwindigkeit für das Herauf- und Herunterfahren einstellen. Während des Tages sorgt die Steuerung dafür, dass das LED-System das natürliche Licht nach Bedarf ergänzt.“

Genau wie es bereits bei der Temperaturintegration geschieht, kann man in naher Zukunft auch hier sonnige oder dunkle Tage vorhersagen und sich darauf einstellen. De Kok: „Wenn die Wetterlage heute trüb und morgen aller Wahrscheinlichkeit nach sonnig ist, kann man sich dafür entscheiden, heute weniger zu belichten als bei einer Situation, bei der das Wetter am nächsten Tag voraussichtlich ebenfalls düster sein wird.“

Elektrizitätsmanagement

„Nach dem gleichen Prinzip können energetische Abwägungen beim Einrichten von Belichtungsanlagen eine Rolle spielen“, so Beekenkamp weiter. „Die Optimierung des Elektrizitätsmanagements kann zu enormen Einsparungen führen. Es wäre ein großer Fehler, wenn die Belichtungsanlagen dabei nicht einbezogen würden. In Connext 914 lässt sich alles gesamtheitlich verwalten.“

Der technische Berater weist darauf hin, dass die Klimasoftware auch an das nationale Stromnetz angeschlossen werden kann. Wenn ein Kunde den Auftrag erhält, Strom zu kaufen oder zu liefern, sorgt Connext für die Umsetzung und berücksichtigt dies bei Entscheidungen in Bezug auf den Einsatz der Belichtungseinrichtungen. Durch die Vernetzung aller relevanten Anlagen und den Einsatz intelligenter Software kann die jeweils effizienteste Strategie für das Energie- und Lichtmanagement ermittelt werden. Mit einzelnen PLC-Lampen für dimmbare Belichtungsanlagen ist dies praktisch unmöglich.

Standardisiert in Connext 914

Bei einer individuellen Einrichtung des Systems konnten bereits in den letzten Jahren dimmbare LED-Installationen mit Priva Connext modulierend gesteuert werden. Mit der Veröffentlichung der Version 914 im Dezember 2022 ist eine solche spezielle Einrichtung nicht mehr erforderlich. Die modulierende Steuerung der LED-Belichtung wird dann als Erweiterung der Belichtungsstrategie zur Verfügung stehen und zusätzliche Möglichkeiten für die Optimierung der Pflanzenbelichtung und des Energiemanagements auf Betriebsebene bieten.

Möchten Sie mehr erfahren?