Priva Campus in the middle

Wir sind bereit für die Zukunft

Nach 60 Jahren als Hersteller in der Gartenbaubranche brechen wir nun auf in eine neue Richtung. Seit 2015 bereiten wir uns schrittweise auf eine Zukunft vor, die jetzt endgültig für uns beginnt: Neben Anlagenlösungen bieten wir nun auch Dienstleistungen an. Meiny Prins, unser CEO: „Die Jahre zwischen 2015 und 2020 waren für Priva ein wichtiger Zeitraum, in dem wir uns auf die Verwirklichung unserer Zukunftsvision vorbereitet haben. Mit dem heutigen Tag beginnt diese Zukunft für uns ohne Kompromisse.“

Klimacomputer

Wenn Sie an Priva denken, denken Sie wahrscheinlich an Klimacomputer. Dieses Geschäft bildet zwar das Rückgrat unserer Firma, wir sind jedoch gleichzeitig davon überzeugt, dass es nicht das Herz der Firma ist. Meiny: „Beim Thema Klimacomputer geht es im Kern eigentlich meistens darum, perfektes Klima zu schaffen. Dasselbe gilt für Wasseranlagen: Sie verkaufen keine Geräte, Sie helfen Züchtern dabei, sauberes Wasser zu haben.“ Und es geht noch um mehr. „Letztendlich dreht sich alles um die Dienstleistung, die angebauten Kulturen zu verbessern, indem man versteht, was sich in ihrem Inneren abspielt. Der Züchter braucht Antworten auf seine Fragen wie beispielsweise „Wie ist das Klima?“ oder „Ist mein Wasser sauber?“ Meiny führt weiter aus: „Diese Daten messtechnisch zu ermitteln ist eine Sache, aber aus ihnen greifbare Informationen für den Züchter abzuleiten ist viel wichtiger.“ „Mit unserer neuen Ausrichtung wollten wir diese Fragen deutlicher beantworten und den beteiligten Menschen nicht einfach nur die Werkzeuge dazu an die Hand geben.“

Der Grund dafür ist, dass es letztendlich noch viel mehr offene Fragen gibt und weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen. „Deshalb wollten wir den Züchtern zusätzlich Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie auf Grundlage der Daten besseres Klima, bessere Wasserqualität und mehr Effizienz schaffen können.“

Wissen digitalisieren

Um das zu erreichen, haben wir begonnen, Wissen zu digitalisieren. Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir die Ergebnisse dieser Reise auf den Weg bringen und Dienstleistungen anbieten, die Züchtern dabei helfen, aufgrund der Daten aus ihrem eigenen Gewächshaus bessere Ergebnisse zu erzielen. „Ein Züchter arbeitet einerseits auf Grundlage der Technologie, die ihm zur Verfügung steht, und andererseits auf Grundlage seines Anbaufachwissens – eines ganz speziellen Fachwissens, das überall auf der Welt selten und hoch gefragt ist.“

Priva Growth Lab

Klingt das ein bisschen unwirklich? Das ging uns erst einmal auch so. Bei der Einführung neuer Technologien ist nicht immer ganz klar, was sie eigentlich für Ihr Unternehmen leisten. Damit Kunden den Wert ihrer Technologien besser einschätzen können, haben wir das Growth Lab gegründet. „Mit Privas Growth Lab können wir die Erfahrung, die wir durch den Einsatz unserer Technologie gewinnen, visualisieren,“ sagt Meiny. „Im Growth Lab können wir für jedermann sichtbar machen, was diese neuen Entwicklungen für unsere Kunden und ihre Pflanzen leisten können. Das Erleben ist dabei eine wichtige Komponente. Die Nutzeffekte sollen deutlicher erkennbar sein. Anhand dieses Erlebens verdeutlichen wir den tatsächlichen Wert der Techniken und Technologie, die wir anbieten.“

Auf unserem Priva Campus gibt es zwei unterschiedliche Growth Labs, in denen wir unsere Technologien so vorstellen, dass sie für Kunden erlebbar werden. Eines der Growth Labs behandelt das Thema Gebäude, das andere das Thema Gartenbau (Gewächshäuser und Indoor-Anbau). Beides sind Fachgebiete, in denen unsere besonderen Stärken liegen.

Phil – Priva Horticulture Innovation Labs

Wie Sie an unserem Growth Lab sehen, legen wir großen Wert darauf, dass unsere Dienstleistungen Mehrwert für den Kunden schaffen. Deshalb investieren wir auch in Innovationsforschungsstätten. Die erste ihrer Art ist unser Phil, das ist die Abkürzung für Priva Horticulture Innovation Labs, oder auf Deutsch „Privas Gartenbau-Innovations-Lab“. In diesen Forschungsstätten können wir laufend neue Ideen entwickeln und neue Dienstleistungen auf Kiel legen. Wir können das Wasser testen und einen besseren Eindruck davon gewinnen, was für den Kunden wichtig ist. Derzeit gehören zu den Schwerpunktbereichen unter anderen autonomes Züchten, Energieeinsparung und die Visualisierung dieser beiden Themen für den Kunden. „Wer eine Dienstleistung anbieten möchte, muss sich darüber im Klaren sein, welche Art von Mehrwert er dem Kunden bietet,“ sagt Meiny. „Man kann alles Mögliche in die Cloud stellen und als Dienstleistung bezeichnen, aber wenn dabei kein Mehrwert für den Kunden entsteht, wird nur Bandbreite verschwendet.“

Möchten Sie mehr über Phil erfahren? Besuchen Sie www.meetphil.com

Phil office_Priva Campus
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Integration des Gartenbaus in städtische Gebiete

Diese neuen Maßnahmen passen gut zu unserem Ziel und der Vision, die Meiny am Herzen liegt: bessere Integration der Landwirtschaft in städtische Gebiete. Im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts hat sich Meiny aktiv für das Konzept der nachhaltigen urbanen Deltas überall auf der Welt eingesetzt und unablässig darauf hingewiesen, dass der Klimawechsel unsere Nahrungsmittelproduktion derart beeinträchtigt, dass, wenn wir so weitermachen, wie bisher, im Jahr 2050 Milliarden von Menschen hungern werden.

Das Thema wird zwar auf breiter Ebene als relevant anerkannt und die niederländische Gartenbaubranche als Ganzes positioniert sich mehr und mehr als Teil der Lösung für das globale Nahrungsmittelproblem. Dennoch ist Meiny davon überzeugt, dass das Thema weiterhin auf der Tagesordnung bleiben muss.

„Das auch als „grüner Gürtel“ bezeichnete natürliche Umland, das immer weiter zurückgedrängt wird, muss in die Planung großer städtischer Gebiete einbezogen werden“, sagt sie. „Wir müssen in erheblichem Umfang stadtnahen Anbau betreiben, um in die richtige Richtung zu arbeiten. In Peking leben derzeit 12 Millionen Menschen. Der grüne Gürtel im Umland der Stadt liefert nur ca. 10% der Nahrungsmittel für die Stadt. Der Rest wird aus anderen Gebieten importiert. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Deshalb rufen wir große Städte dazu auf, aktiv zu werden. Die Städte müssen Verantwortung übernehmen und die Nahrungsmittelversorgung ihrer Bevölkerung neu überdenken.“

Wir wollen dabei helfen, die Lücke zur Wirtschaft zu schließen

Und das sind nicht nur leere Worte. Das Thema spielte auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Produkte. Meiny ist davon überzeugt, dass die gesamte Nahrungsmittelkette neu überdacht und letztendlich verändert werden muss, damit die Änderungen wirklich greifen. „Die derzeitige Monokultur bei der Nahrungsmittelproduktion belastet die Umwelt sehr“, sagt sie. „ 30% der CO2-Emissionen entstehen in der Nahrungsmittelproduktion. Das möchten wir ändern, indem wir Synergien nutzen. Hierzu zählt beispielsweise der Einsatz des Abwassers einer Stadt für die Nahrungsmittelproduktion, oder dass ein Tomatenzüchter Energie an einen städtischen Wohnbezirk liefert. Wir können dieses Problem nicht alleine lösen. Wir wollen keine schlüsselfertigen Lösungen liefern, denn das ist nicht unser Ziel. Wir wollen das Verbindungsglied zwischen Anwendern sein und mithelfen, die Lücke zur Wirtschaft zu schließen.“

An dieser Stelle kommen die neuen Dienstleistungen ins Spiel. „Holländische Züchter wissen inzwischen genau, wie wichtig dies ist und sie wissen auch, wie man aus Anbaukulturen optimale Produktivität erzielt. Der globale Charakter der Branche brachte uns dazu, dieses Wissen auch an Züchter mit anderem Hintergrund weiterzugeben – beispielsweise chinesische Landbesitzer oder russische Einzelhändler. Mit unseren Dienstleistungen möchten wir ihnen Optimierungsmöglichkeiten an die Hand geben und mit unsere Growth Labs möchten wir ihnen zeigen, was machbar ist.“

Klima als Dienstleistung, oder Climate-as-a-Service

Die neuen Dienstleistungen werden als Abonnements angeboten. Unsere Verantwortung für den Wert unseres Produkts endet nicht damit, eine Dienstleistung in die Cloud zu stellen. „Software in die Cloud zu stellen ist der einfache Teil“, sagt Meiny. „Die wichtigere Aufgabe besteht darin, den Kunden zuzuhören und die Dienstleistung auf der Grundlage ihres Feedbacks wertschöpfender zu gestalten. Durch das Cloud-Modell lassen sich Updates auf Kundenseite mühelos durchführen. Gleichermaßen ermöglicht es gut zugängliche Informationsquellen und direktes Feedback. Dadurch erhalten wir auch die Möglichkeit, unsere Kunden in speziellen Fällen direkt zu unterstützen. Das steigert den Wert der Dienstleistung nachhaltig.“